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Übersicht der Turnierdisziplinen Rund ums Westernreiten

An dieser Ecke wird immer gearbeitet  ;-)

Drei,- vier- und fünfjährige Pferde können bei beidhändiger Zügelführung mit Trense oder gebißlosem Bosal in den Juniorklassen vorgestellt werden. Sechsjährige und ältere Pferde müssen einhändig im " bit ", der Westernkandarre, die es in vielen Ausführungen je nach Pferdemaul und Zunge gibt, in den Seniorklassen geritten werden.
Die Ausbildung des Westernpferdes legt großen Wert auf Zuverlässigkeit und Ruhe. Um bei einhändiger Zügelführung ein frei und sich selbsttragendes Pferd zu haben, das auf leichte Gewichts- und Schenkelhilfen reagiert, muß die Ausbildung auf Kontrolle über das ganze Pferd, bei nur impulsartigen Hilfen am losen Zügel, sowie auf laterale Biegsamkeit abzielen.

Die verschiedenen Disziplinen des Westernreitens entstammen der Gebrauchsreiterei der Ranchreiter im amerikanischen Westen, wie sie auch heute noch praktiziert wird. Die spanische Reitweise hat sie stark beeinflußt, waren doch die Vaqueros aus Californien und Mexiko die besten Cowboys des alten Amerikas.

Einflüsse aus Osten haben heutige turniermäßige Westernreiterei mit geprägt. Die " lässige Eleganz " dieser Reitart, die ebenso rasant wie ruhig und gelassen sein kann, eben wie es die gerade zu verrichtende Arbeit mit dem Pferd erfordert, fasziniert eine von Jahr zu Jahr rapide wachsende Anzahl von Aktiven und Zuschauern.

Westernreiten als Sport auf großen Turnieren, die von Richtern aus den USA oder Kanada gewertet werden, hat nichts mit Show oder Cowboy-Clubs zu tun. Es ist ein echter Sport mit dem Pferd als Partner, der viel Training und " Horsemanship ", eben Pferdeverstand verlangt.




Cutting Hunter Hack Barrel Race Western Horsemanship
Pole Bending   Showmanship At Halter  
  Hunter Under Saddle   Western Pleasure
Halter Superhorse Trail  
  Reining Working Cowhorse Western Riding

Die Übersicht ist noch nicht vollständig und wird in Kürze aktualisiert. Bitte haben Sie etwas Geduld und schauen einfach mal wieder vorbei.

Barrel Race



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(a) Der Kurs muß exakt ausgemessen werden. Wenn der Platz für den Kurs nicht ausreicht, muß er so lange um jeweils 4,5 m verkleinert werden, bis er in die Arena paßt. Denken Sie daran, genug Platz zwischen Tonnen und jedem beliebigen Hindernis zu lassen. Der Abstand von der 3. Tonne bis zur Ziellinie muß nicht jeweils 4,5 m verkleinert werden, wenn für das Pferd genügend Platz zum Anhalten vorhanden ist. Wenn Sie eine Arena für das Barrel Race ausmessen, müssen Sie darauf achten, daß das Pferd genügend Freiraum für Wendungen und Auslauf hat. Es wird empfohlen, daß die Distanz von der Startlinie zum Ende der Arena mindestens 13,5 m beträgt. Der Abstand von der 1. und 2. Tonne zur Bande muß mindestens 5,5 m und von der 3. Tonne zum Ende der Arena 11 m sein.

(b) Hell gefärbte, 200 l Metalltonnen die an beiden Enden geschlossen sind, müssen verwendet werden. Es dürfen keine Plastik- oder Gummitonnen oder Unterlagen für die Tonnen verwendet werden.

(c) Die Startlinienmarkierung oder ein elektrisches Zeitmeßgerät müssen, wenn möglich, an der Bande aufgestellt werden. Eine elektronische Zeitnahme oder mindestens zwei Stoppuhren, müssen benutzt werden. Dabei gilt die Zeit, die von der elektronischen Zeitnahme angezeigt wird, oder die Durchschnittszeit der beiden Stoppuhren, die von offiziellen Zeitnehmern bedient werden, als offizielle Zeit.

(d) Die Zeit wird dann genommen, wenn die Nase des Pferdes die Startlinie erreicht und wird gestoppt, wenn die Nase des Pferdes die Ziellinie überquert.

(e) Dem Teilnehmer ist ein fliegender Start erlaubt. Auf ein Signal des Starters hin reitet der Teilnehmer zu Tonne 1, umrundet diese in einem Rechtsbogen; anschließend reitet er zu Tonne 2, umrundet diese in einem Linksbogen; danach reitet er zu Tonne 3 und umrundet diese in einem Linksbogen; dann reitet er zwischen den Tonnen 1 und 2 zurück über die Ziellinie. Dieser Kurs kann auch entgegengesetzt geritten werden, z.B. beginnen die Teilnehmer mit Tonne 2, umrunden diese in einem Linksbogen, anschließend reiten sie zu Tonne 1, umrunden diese in einem Rechtsbogen; dann reiten sie weiter zu Tonne 3, umrunden diese wiederum in einem Rechtsbogen; danach folgt der Endspurt über die Ziellinie.

(f) Das Umwerfen einer Tonne bedeutet 5 Strafsekunden. Wird der Kurs nicht eingehalten, bedeutet dies Disqualifikation. Die Tonne darf während des Barrel Racing mit der Hand berührt werden.

(g) Wenn der Teilnehmer beim Barrel Racing seinen Hut oder Helm nicht die ganze Zeit trägt, bedeutet dies 5 Strafsekunden.

(h) Der Richter darf nach eigenem Ermessen einen Teilnehmer wegen übermäßigen Gebrauchs einer Peitsche oder anderer Gegenstände vor dem Bauchgurt disqualifizieren.

(i) Kommt es zu einer Zeitgleichheit, muß das Pferd, das nach dem Stechen zum Sieger erklärt wurde, den Kurs noch einmal bewältigen, und zwar innerhalb 2 Sekunden seiner ursprünglichen Zeit, anderenfalls kommt es nochmals zum Stechen. Strafzeiten gelten nicht bei dieser Zwei-Sekunden-Regel, sondern nur die absolute Zeit im Stechen.

Entnommen aus: DQHA-Regelbuch 10. Ausgabe 2000

Cutting



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Mit zu den attraktivsten Disziplinen des Westernreitens gehört die Rinderklasse Cutting. Hier wird ein Pferd benötigt das auf   feine Hilfengebung reagiert. Für das Cutting ist ein ausgebildetes Reining Pferd von großer Wichtigkeit. Auch hier gehören Rittigkeit, Nervenstärke und Gehorsam zu den Haupteigenschaften. Cutting als Sportart ha sich aus der Rinderarbeit entwickelt, die noch heute in den USA mit dem Pferd betrieben wird.

Um Rinder aus einer Herde von etwa 2.000 oder mehr Tieren auszusondern, ist ein gut ausgebildetes Pferd als Versicherung gleichzusetzen. Der Reiter trennt ein Rind von der Herde, zeigt es seinem Pferd, das in dem Moment selbstständig arbeitet, sobald die Zügelhand auf dem Pferdhals liegt. Versucht das Rind, seinem Herdentrieb zu folgen, zu seinen Artgenossen zurückzulaufen, geht das Pferd selbstständig mit und schneidet  so dem Rind den Weg ab.

Cuttingwettbewerbe haben in den USA einen sehr hohen Stellenwert. Weltweit rangiert Cutting unter den ersten zehn Plätzen, gemessen an den Geldpreisen. In den USA nimmt Cutting, hinter Tennis und Golf, den dritten Rang in der Attraktivität der Sportarten ein.

Halter



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Für diese Disziplin wird das Pferd am Showhalfter vorgestellt. Der Richter bewertet das Pferd nach seinem Exterieur und Körperbau. Er muss dabei die für den Appaloosa typischen Merkmale beachten. zuerst einmal ist Vorraussetzung, dass sich der Körper des Pferdes überall im Gleichgewicht befindet. Will man die Rittigkeit des Appaloosa vom Exterieur beurteilen, sollte man dazu das Pferd durch die gedachte Schablone eines Trapezes betrachten. Die Winkel und Länge von (A) nach (B) sollten gleich sein, damit sich das Pferd im Gleichgewicht halten kann. Die Winkel sollten etwa 45° haben. Wenn das Pferd zu gerade in der Schulter ist (A), wird das Pferd zu stark auf der Vorhand liegen.Wenn der Winkel bei (B) zu flach ist, wird das Pferd " abwärts " laufen und auf die Vorhand fallen. Ein solches Pferd wird Schwierigkeiten haben, seine Vorhand bei Stops, bei turn-arounds und Galoppwechseln zu kontrollieren. Zur Beurteilung wichtig sind auch die Fesseln. Sie dienen als Stoßfänger beim Pferd. Der Winkel hier sollte nicht zu steil sein, weil es sonst hart zu sitzen sein wird. Der korrekte Winkel der Fesseln ist 45°.

Nach dem betrachten des Gleichgewichtes folgen nun die besonderen Charakteristiken des Körperbaus. Der Kopf des Appaloosa sollte ein großes, freundliches Auge haben, kleine bewegliche Ohren und große Nüstern. Er sollte eine breite Stirn haben und ausgeprägte Ganaschen. Ein Hengst sollte einen betont maskulinen kopf haben. Der Hals sollte mittellang sein und genügend Ganaschenfreiheit haben, die für die Beweglichkeit des Kopfes notwendig ist. Ein Pferd mit einem gewölbten Hals und zu geringer Ganschenfreiheit ist schwerfälliger in seiner Manövrierbarkeit als eines mit einem schlanken Hals. Der Hals muss zum Körper des Pferdes passen und dazu in guter Proportion stehen. Der Wiederrist sollte ausgeprägt sein, da der Schwerpunkt des Pferdes in diesem Bereich liegt. Er ist auch für die richtige Sattellage wichtig. Der Rücken sollte über den Flanken kurz und stark und die Unterlinie lang sein. In der Disziplin Western Pleasure z.B. benutzt das Pferd die Rücken,- Bauch- und Flankenmusklen, um sich versammelt zu bewegen, und sie sind unbedingt erforderlich für einen gut ausgeführten Stop. Die Hinterhand sollte ausgeprägt sein. Eine schräg abfallende Kruppe ist wünschenswert. Typisch für den Appaloosa ist die starke Muskulatur der Hinterbeine, die es ihm ermöglicht, auf kurzen Strecken besonders schnell zu sein. Die Hufe und Beine sollten gerade und korrekt sein, das Röhrbein kurz und kräftig. Die Sprunggelenke sollten tief angesetzt sein, um es dem Pferd zu ermöglichen, einen korrekten Spin auszuführen.

Hunter Under Saddle



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Der Reiter soll ein williges, leicht zu reitendes Pferd mit ausgreifenden Gängen im Schritt, Trab und Galopp vorführen. Das Pferd wird in englischem Sattel und Zaumzeug vorgestellt. Entsprechende Kleidung wird vom Vorsteller Verlangt. Neben Hunter Under Saddle gibt es die Klasse Hunter Hack in der auch zwei Sprünge

Pole Bending



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(a) Jeder Teilnehmer beginnt mit einem fliegenden Start. Die Zeit wird genommen, wenn die Nase des Pferdes die Start-/Ziellinie erreicht. Eine klar erkennbare Startlinie muß vorhanden sein. Ein elektronisches Zeitmeßgerät oder mindestens 2 Stoppuhren müssen benutzt werden. Dabei gilt die Zeit, die von der elektronischen Zeitnahme gezeigt wird oder die Durchschnittszeit der Stoppuhren, die von offiziellen Zeitnehmern bedient werden, als offizielle Zeit.

(b) Beim Pole Bending muß um 6 Stangen geritten werden. Der Abstand zwischen den Stangen und der 1. Stange zur Ziellinie muß 6,4 m betragen. Die Stangen müssen auf den Boden gesetz werden, 1,8 m hoch sein und nicht mehr als 3,5 cm Durchmesser haben.

(c) Ein Pferd kann links- oder rechtsherum beginnen und muß den Kurs dementsprechend fortsetzen (siehe Pattern).

(d) Umwerfen einer Stange bedeutet 5 Strafsekunden. Nichteinhalten des Kurses führt zur Disqualifikation. Während des Pole Bending darf der Teilnehmer die Stangen nicht mit der Hand berühren.

(e) Wenn der Teilnehmer beim Pole Bending seinen Hut nicht die ganze Zeit über, die er in der Arena ist, trägt, bedeutet dies 5 Strafsekunden.

(f) Kommt es zur Zeitgleichheit, muß das Pferd, das im Stechen (runoff) zum Sieger erklärt wurde, den Kurs noch einmal bewältigen und zwar innerhalb von 2 Sekunden seiner ursprünglichen Zeit, andernfalls kommt es zu einem erneuten Stechen. Die Strafzeit gilt nicht für die Zwei-Sekunden-Regel, sondern für die endgültige Zeit im Stechen.

(g) Der Richter kann nach Belieben einen Teilnehmer wegen übermäßigen Gebrauchs der Peitsche oder ähnlichem vor dem Bauchgurt dispualifizieren.
Entnommen aus: DQHA-Regelbuch 10. Ausgabe 2000

Reining



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Das Reining ist die einzige Westerdressur, die nach Aufgabe ( Pattern ) mit festgelegten Lektionen geritten wird. Das Pferd soll seine Rittigkeit unter Beweis stellen. Deshalb wird großer Wert auf Schnelligkeit, Wendigkeit und Exaktheit des Pferdes gelegt. Reinings werden bei aller verlangter Präzision sehr flott, ja sogar aggressiv geritten.

Diese Prüfung hat ebenso wie die anderen Westernreitdisziplinen ihren Ursprung in der Rinderarbeit der Amerikaner im offenen Gelände. Für die Rinderarbeit benötigte man ein schnelles, gehorsam Pferd. Die Bewegungen, die bei der Rinderarbeit von dem Pferd gefordert wurden, werden auch in der Reining verlangt. Verlangt werden schnell und langsam zu reitende Zirkel mit fliegenden Galoppwechseln, dazwischen sogenannte runs bei denen das Pferd möglichst schnell die Länge der Bahn entlang galoppieren soll.

Diese runs erfolgen meist aus dem Stand oder aus einer Wendung heraus. Am Ende eines runs werden stops oder sliding stops verlangt, wobei man unter einem sliding stop ein Anhalten aus voller Galoppade und Gleiten auf der Hinterhand am losen Zügel versteht.

Des weiteren beinhalten Reinings roll backs (180° Wendungen um die Hinterhand). Vor allem diese Wendungen faszinieren, präzise geritten, durch ihre Rasanz und Beweglichkeit und schnelle Reaktion der Pferde. Weiterhin wird meist eine schnelles, weites und gerades Rückwärtsrichten, fast ein Rückwärtslaufen, verlangt.

Wie die anderen Übungen auch, erfolgt das Rückwärtsrichten im Idealfall am losen Zügel bei minimaler Hilfengebung. Reinings für junge Pferde werden mit Snaffel Bit (Trense) oder Bosal beidhändig geritten, während in den gehobenen Klassen mit blanker Kandarre (Bit) einhändig geritten wird. Für die Arbeit in der Rinderklassen Cutting oder Working Cow Horse ist eine solide Reiningausbildung von Pferd und Reiter notwendig.

Showmanship At Halter



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In dieser Klasse wird das Pferd am Halfter vorgestellt. Bewertet wird hier jedoch der Vorführer, nicht das Pferd. Der Vorführende soll seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, ein Pferd korrekt für eine Halterklasse präsentieren zu können.

Hierzu wird den Teilnehmern eine Aufgabe gestellt, die 360° Wendungen, Rückwärtsrichten, promptes Antraben und Anhalten beinhalten kann.

Superhorse



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Das Superhorse ist - wie der Name schon sagt - eine besonders schwere Disziplin, denn diese Prüfung enthält Elemente aus den Disziplinen Reining, Trail und Western Riding . Das Pferd muß dafür eine besondere Vielseitigkeit an den Tag legen . Die Superhorse ist eine von der EWU entwickelte Disziplin .

Trail



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Der Trail ist eine ganz klassische Turnierdisziplin, die eine sorgfältige Ausbildung von Pferd und Reiter erfordert. Der Gehorsam des Pferdes, die korrekte Ausführung der verlangten Teilaufgabe, sowie das Verhalten des Pferdes am Hindernis werden bewertet.

In einer Trailaufgabe werden mindestens sechs Hindernisse, die im freien Gelände vorkommen, in einem festgelegten Kurs erstellt. Einzelne Hindernisse sind Wassergraben, Tor, Brücke, Wippe und verschiedene Anordnungen von Stangen.

Das Pferd/Reiter Paar soll die verschiedenen Aufgaben in zügigem und angemessenem Tempo absolvieren. Für jede unnötige Unterbrechung der Gangart bei Erreichen der Hindernisse gibt es Punktabzug. Pluspunkte werden für Stil und Zügigkeit der Aufgaben-Bewältigung gegeben. Ebenso gibt es Pluspunkte bei Pferden, die die Fähigkeit besitzen, ihren eigenen Weg durch den Parcours zu finden, aber dem Wille des Reiters bei schwierigen Hindernissen folgen.

Western Horsemanship



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In diesem Wettbewerb werden ausnahmslos die Leistungen des Reiter beurteilt.Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektionen. Die Prüfungsaufgabe, die bei einem Turnier eine Stunde vorher ausgehändigt werden muss, wird in zwei Teilen geritten. Verlangt werden die drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp.

Im zweiten Teil der Prüfung können alle Akteure oder nur eine vom Richter zu bestimmende Anzahl von Reitern teilnehmen. Hier werden Anforderungen an den Reiter gestellt, die denen in der Western Pleasure ähneln. Es wird aber auch hier nur der Reiter, nicht das Pferd bewertet.

Western Pleasure



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Das Wort "Pleasure" gibt den Ausschlag für diese Disziplin. Die Aufmerksamkeit wird hier den Grundgangarten des Pferdes gewidmet; sie sollen so bequem wie möglich für den Reiter zu sitzen sein.

In dieser Gruppenprüfung, die Elemente der Dressur beinhaltet, ist das Pferd von seinem Reiter am angemessenen losen Zügel in den drei Grundgangarten vorzustellen. Die Aufgabenstellung erfolgt durch Kommandogebung des Richters. Im Schritt soll das Pferd im flotten Tempo gezeigt werden, während im Trab ( jog ) und Galopp ( lope ) ein wenig verhaltener geritten wird. Die Hilfengebung soll weich ausfallen, so dass das Pferd leichfüßig und ausbalanciert auf den Hufschlag geht. Die Pferde werden in den drei Grundgangarten in beiden Richtungen vorgeführt, so dass sie auf ihre Fähigkeit zu beiden Galopparten bewertet werden können.

Die Pferde sollen jedoch nicht dazu aufgefordert werden, den Galopp zu verstärken. Der Richter kann für die Unterscheidungseiner Bewertung die Trabverstärkung verlangen. Die Pferde müssen leicht rückwärts zu richten sein und ruhig stehen bleiben können. Dies wird nach dem " line up " von jedem einzelnen Reiter verlangt.

Western Riding



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Diese Klase dürfte mit der Rancharbeit, die noch heute in vielen Teilen Amerikas mit dem Pferd praktiziert wird, vergleichbar sein. Beurteilt werden soll die Leistung eines manierlichen, frei und leicht arbeitenden Pferdes, das seinen Reiter bei der üblichen Arbeit auf der Ranch ohne Anstrengung und angenehm über Stock und Stein trägt.

Ausschlaggebend bei der Bewertung sind deshalb Reitqualität, Galoppwechsel, Manier in den drei Grundgangarten, sowie Intelligenz und Leistungsbereitschaft des Pferdes.

Zu Beginn der Aufgabe wird ein Tor geöffnet und geschlossen; natürlich alles auf dem Pferd sitzend ausgeführt. Als nächstes "Hindernis" wird eine am Boden liegende Stange überschritten, wobei der Takt der Gangart nicht unterbrochen werden soll. Der vorgeschriebene Parcours kann sogenannte Marken enthalten, die im Galopp mit dazugehörigen Wechseln zu absolvieren sind. Die weitere Aufgabe beinhaltet konsequentes Anhalten aus dem Galopp und sofortiges Rückwärtsrichten.

Zur Bewertung kommen in erster Linie die feine Hilfengebung an das Pferd und die Ausführung der einzelnen Prüfungselemente.

Working Cowhorse



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Diese Rinder-Disziplin besteht aus zwei Teilen: Zuerst muß eine Reining-Aufgabe geritten werden, die sogenannte " Dry Work ". Anschließend wird zur " Frence Work " ein Rind in die Bahn gelassen, das von Pferd und Reiter kontrolliert werden muß. Der Reiter hat zwei Minuten Zeit, das Rind an der kurzen Seite der Bahn zu halten, an das Pferd zu gewöhnen und es dann an der langen Seite mindestens ein Mal in jede Richtung gegen die Bande zu wenden. Zum Schluß muß der Reiter das Rind in die Mitte der Bahn treiben und es dort zu einer " Acht " treiben.